Weltenbummler
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22.05. - 28.05.2026

Freitag, 22.05.

Wir starten um 8.30 Uhr, fahren über das Glottertal nach Mülhouse und weiter über Dole bis wir nach ca. 500 km und zwei Pausen um 15.30 Uhr das Örtchen Lapalisse erreichen. Wir stellen Gretchen auf dem Parkplatz (auch für Wohnmobile) mit Blick auf die Kirche und das Schloss ab. Danach besuchen wir die Kirche und nehmen an einer Schlossbesichtigung teil. Das Schloss befindet sich seit 650 Jahren in Privatbesitz und wird zum Teil heute noch dauerhaft bewohnt. Die Besichtigung ist für uns etwas enttäuschend, da die Führung nur in französisch stattfindet. Es gibt weder in englisch noch in deutsch Informationen. Noch während der Führung erreichen viele Oldtimer den Schlosshof, sodass wir diese noch ausgiebig bewundern können. Wir verlassen das Schloss und bummeln durch den Ort und überlegen ob wir kochen oder essen gehe sollen – wir entscheiden uns fürs Kochen und setzen uns nach dem Essen noch auf ein Glas neben Gretchen und genießen den ersten warmen Abend.

Samstag, 23.05.

 Mario läuft heute morgen ca. 100 m zum Bäcker und holt frisches Baguette und Croissants zum Frühstück. So gestärkt starten wir in den heutigen Fahrtag. Wir fahren auf die gebührenfreie Autobahn und stehen schon bald im Stau. Unser Navi hat eine Strecke ausgesucht, die über die hauptsächlich auf der Autobahn fährt, was wir aber nicht möchten und so nehmen wir die gute alte Autokarte zur Hand und suchen uns einen Weg über die Landstraße. Gegen 16.30 Uhr das Dorf Prevencheres erreichen und dort einen kleinen Campingplatz erreichen, der direkt an einem Bachlauf liegt. Wir bleiben hier, grillen und sitzen gemütlich bei ca. 20° neben unserem Womo.

Sonntag, 24.05.

Wir machen einen Abstecher zum Stausee mit Gretchen und genießen unterwegs die tollen Ausblicke. Oberhalb des Stausees parken wir und machen die ersten Schritte zur Kapelle Saint Laurent de Puylaurent. Wir fahren auf der gleichen Straße wieder zurück und kommen auf die D 206 auf der wir, mit kleinen Abstechern, den ganzen Tag bleiben. Der nächste Stopp ist an der Gorges du Chassezac, mit einem der vielen Aussichtspunkten. Danach geht die Fahrt weiter zum Lac de Villefort. In einem Dorf, durch das wir fahren ist Markt und so halten wir an um Oliven, Obst und Brot zu erwerben (ich glaube wir sind die letzten Kunden, die Marktbeschicker sind schon am aufräumen). Der nächste Halt ist ein großer Parkplatz der unterhalb des Chateau de Portes liegt. Es ist nur möglich das Chateau zu umrunden. Wir steuern das Städtchen Anduze an, bummeln und legen ein Päuschen in einer Kneipe ein. Von hier sind es nur noch wenige Kilometer bis wir das Örtchen Saint-Jean-du-Gard mit einem schönen Stellplatz erreichen.  

Montag, 25.05.

Heute frühstücken wir zum ersten Mal draußen – herrlich. Anschließend richten wir unsere Räder und fahren zum Col St. Pierre (597 m), bis zum Col St. Pierre haben wir 400 Höhenmeter und ca. 10 Kilometer zurück gelegt danach geht es auf gleicher Strecke zurück. In Saint-Jean-du-Gard angekommen machen wir eine Pause und planen den weiteren Tag. Mit den Rädern geht es nun noch einmal einige Kilometer (und auch Höhenmeter) bis zur Pont des Abarines die über den Fluß Gardon de Mialet führt von hier geht es wieder zurück nach Saint-Jean-du-Gard wo wir, bevor wir zum Womo fahren, noch einen Einkauf tätigen. Zurück am Stellplatz genießen wir erst einmal die Sonne, laden anschließend die Räder ein und verlassen den Stellplatz um zum Mt. Aigoual zu fahren (D9) – eine landschaftlich schöne Tour, die uns durch die Corniche des Cevennes führt. Leider dürfen wir am Mt. Aigoual nicht übernachten (Naturschutzgebiet) und so fahren wir einige Kilometer zurück und dann Richtung Meyrueis. Nun befinden wir uns in einem Skigebiet, wo sich eine paar ausgewiesene Stellplätze für Wohnmobile sind. Hier richten wir uns ein.  

Dienstag, 26.05.

Unser heutiger Plan ist über Florac in die Tarn-Schlucht zu fahren. Bereits nach wenigen Kilometern stehen wir an einer Straßensperre, und, weil wir nicht recht wissen wo uns die Umleitung hinführt, kehren wir lieber um. Die Strecke gestern war ja recht schön und wir fahren auch nicht alles zurück. An einer Kreuzung verlassen wir die uns schon bekannte Strecke und fahren nach Meyrueis, wo wir einen ersten Stopp einlegen um unseren obligatorischen Bummel zu machen. Nach weiteren ca. 30 km kommen wir in das Städtchen Florac, wo wir als erstes einen Supermarkt mit Tankstelle ansteuern. Wir machen den Fehler zuerst zu tanken, denn als wir zum Eingang des Supermarktes gehen schließt dieser gerade für 2 Stunden seine Türen (wir schauen uns etwas betrüppelt an). Auf einem Parkplatz stellen wir Gretchen ab und machen uns zu Fuß auf den Weg das Städtchen mit seinen vielen Brunnen und Wasserläufen zu erkunden. Nach weiteren 10 gefahrenen Kilometern befinden wir uns am Eingang der Schlucht Tarn. Zu Beginn sehen wir vom Fluss recht wenig, erst ab dem Örtchen St. Enimie wird die Straße enger, der Blick auf den Fluss besser und die über der Straße hängenden Felsen beeindruckend. Da wir im Ort keinen Parkplatz finden stellen wir uns außerhalb hin und laufen zurück um durch die engen Gassen zu bummeln und eine Pause auf einer Terrasse mit Blick auf den Fluss zu machen. Gegen 17 Uhr erreichen wir den Campingplatz des Örtchens La Maléne, wo wir für die Nacht bleiben. Es hat über 30° und wir stehen direkt mit Blick auf die Tarn. Wenige Meter von unserem Platz entfernt ist ein Zugang zum Fluss – mit Badekleidung ausgestattet machen wir uns auf, um ein erstes Bad im Fluss zu nehmen – nach dem doch sehr warmen Tag, sehr erfrischend (manche würden auch sagen, das Wasser war kalt). Zufrieden gehen wir zurück und genießen den Abend.

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