Weltenbummler
Weltenbummler

10.02. -16.02.2026

Dienstag, 10.02.

Die Nacht war relativ ruhig, es hat nur wenig geregnet und gewindet. Wir können heute wieder draußen frühstücken. Und wieder ist es 9.30 Uhr bis wir zusammengepackt haben und unseren Platz verlassen. Unser erstes Stück Weg führt uns nach Aniston, einem kleinen Fischerdorf – jetzt befinden wir uns am Indischen Ozean und blicken auf die großen Dünen. Über Bredasdorp fahren wir auf der R 319 nach Swellendam, wo wir als erstes einen Blick in die Kirche werfen und anschließend unseren Einkauf erledigen. Wir decken uns mit Gemüse, Fleisch und Wurst ein. Wir fahren ein Stück zurück um zum Bontebok-Nationalpark zu kommen. Hier melden wir uns für ein Tagesticket mit der Option für eine Übernachtung ein. Wir durchfahren den Park, sehen Bonteboks und Red Hartebeest und leider die nicht blühende Aloe Vera. Wir verlassen nach ca. 2 Stunden den Park und fahren vorbei an riesigen Feldern und Weideflächen von Schafen und Rindern in Richtung Heidelberg, die Straße führt schnurgerdeaus. Biegen aber zuvor ab um wieder an die Küste zu gelangen. Auf dieser Strecken müssen wir plötzlich (gewollt) anhalten. Direkt am Straßenrand steht eine Herde Strauße – so etwas haben wir noch nicht gesehen, sie stehen dicht gedrängt am Gatter zur Straße. Wir sind nun auf dem Weg nach Witsand, wo wir uns einen Campingplatz ausgesucht haben. Wir fahren erst einmal an der Einfahrt zum Campingplatz vorbei zum Strand – da es sich inzwischen ziemlich zugezogen hat ist an ein Bad nicht zu denken, also zurück zum Campingplatz. Das Tor ist verschlossen – ein weiteres Paar mit Auto steht ebenfalls an der Einfahrt und Mario gesellt sich zu den beiden. Die Frau telefoniert, währenddessen kommt kein Fahrzeug und löst die Schranke aus. Sie stellen sich so, dass die Schranke nicht mehr schließt und wir auf den Platz fahren können. George kommt und weist uns ein. Wir suchen einen Platz aus (der gesamte Platz wurde gestern überschwemmt), Georg kommt, wir bezahlen und der Abend ist gerettet. Wir packen Tisch und Stühle aus, trinken erst einmal ein Bier, danach braten wir unser Steak, leider gibt es hier keine Grillstellen, essen und sitzen gemütlich unter einem wolkenverhangenen Himmel. Es ist kurz vor 20 Uhr und noch regnet es nicht.

Tiere: Kuhantilope und Bontebok

Mittwoch, 11.02.

In der Nacht hat es wieder geregnet, aber wir können im Freien frühstücken, was viel Wert ist.

Wir fahren von Witsand nach Riversdale auf einer Gravelroad, danach die N2 bis Mossel Bay. Wo sich plötzlich auf einem Feld am Straßenrand 2 Elefanten zeigen. In Mossels Bay machen wir einen Badestopp – herrlich bei über 30° im Indischen Ozean baden. Nach ca. 1 Stunde geht es weiter und zwar auf der R328 quer durch die Outeniquamountains über den Robinson Pass (860 m) nach Oudtshoorn. Hier gehen wir zur Touristinfo um Informationen über Campingplatz und Straußenfarmen einzuholen. Anschließend besuchen wir das Heimatmuseum (Kultur muss auch mal sein), weiter geht es mit dem Auto zum Campingplatz. Es ist der erste Platz der etwas voller ist.

 

Donnerstag, 12.02.

Während wir Frühstücken hüpfen neben uns im Gras einige Wiedehopfe. Heute sind wir sehr früh aufgestanden und so starten wir schon um 8 Uhr um zur Cango Cave zu kommen.Unterwegs fahren wir an großen Tabakfeldern vorbei. Viertel vor 9 Uhr stehen wir bereits auf dem Parkplatz der Höhle (wir haben online-Tickets auf 10 Uhr reserviert), gehen aber in die Eintrittshalle, an den Ticketschalter und bekommen Tickets für die 9 Uhr Führung, diese dauert eine Stunde. In dieser Stunde gehen wir 600 m in die Höhle hinein und wieder zurück. Das ganze Höhlensystem erstreckt sich über 4 km.Unsere Führerin teilt die Gruppe auf, es gibt eine englisch- und eine deutschsprachige Führung. Sie übernimmt die deutschsprachige Gruppe und macht dies mit viel Humor. Die erste und größte Halle (sie ist ca. 90 m lang und ca. 50 m breit) durchqueren wir nur (zu dieser kommen wir zum Schluss). Wir besichtigen 4 Räume, zu allen hat sie eine Geschichte zu erzählen. Ein Stalagnat z.B. ist 800.000 Jahre alt und trägt den Spitznamen „Schiefer Turm“. Der erste große Saal der Höhle wurde 1780 entdeckt, 12 Jahre später kam der zweite Saal hinzu. Mit Phantasie, so erklärt sie, kann man in einem Raum ein Himmelbett, in einem anderen die Bibel, das Kreuz und sogar ein Taufbecken, wenige Meter davon entfernt den Kopf des Teufels erblicken. Sie hat bei den Erklärungen Probleme das Wort „Tropfsteinhöhle“ auszusprechen, macht sich daraus aber immer einen Spaß, so dass wir alle Lachen. Im letzten Raum befindet sich die sog. Trommel. Sie schlägt mit der Hand gegen die Kalksteinröhre und es erklingt ein dunkler Trommelton. Nun singt und trommelt sie die afrikanische Nationalhymne. Als wir wieder im ersten großen Saal ankommen erzählt sie, dass es bis in 1990er hier Konzerte aufgeführt wurden und sie singt zum Abschluss der Führung noch einmal – sie hat eine tolle Stimme und der Klang in dieser Halle ist hervorragend.

Nach diesen schönen Eindrücken geht es weiter, wir fahren zur „Safari Ostrich Farm“, wo wir um 12 Uhr an einer Führung teilnehmen. Die Fahrt über das Farmgelände wir mit einem Traktor und Anhänger durchgeführt und ist sehr informativ. Auf diesem Gelände gibt es 3 unserschiedliche Straußenarten. Es gibt „Babys“ - sie sind 3 Wochen alt, und eine Kinderstube mit 3 Monate alten Straußen. Die Straußen können mit hoher Geschwindigkeit ca. 2 km rennen, sie sehen 3 km weit, haben aber ein Gedächtnis das 5 Minuten nicht überdauert. Auf Straußeneier kann man sich ohne weiteres stellen, sie halten ein Gewicht von 120 kg aus. Ein Straußenei hat so viel Inhalt wie 24 Hühnereier. Auch diese Führung dauerte ca. 1 Stunde. Jetzt haben wir Hunger und auch Lust auf ein Straußensteak – es ist sehr lecker. Weiter geht`s an vorbei an Hopfenfeldern in die Berge und damit in den Regen und Nebel. Am Outeniqua Pass ist die Sicht bei Nahe Null! Wir erreichen George und stehen auf dem Weg nach Knysna im Stau. Es ist schon fast 17 Uhr als wir einen Campingplatz erreichen. Es erübrigt sich fast schon zu sagen, dass es regnet – also gibt es kein Abendessen (wir sind ja auch vom Mittag noch satt). Da Mario an unserem Blog arbeiten möchte, setzen wir uns auf die Terrasse einer Hüte direkt neben unserem Platz, da ist es wenigstens trocken. In der Zwischenzeit sind drei weitere Camper (sie gehören zusammen) unterhalb unseres Platzes auf einen Platz gefahren – und siehe da, wir kennen diese Personen aus Kapstadt. Sie waren diejenigen, die uns am ersten Abend ein Bier geschenkt haben!  

Freitag, 13.02.

Obwohl wir schon kurz nach 7 Uhr aufstehen, kommen wir erst um 9.30 Uhr weg. Wir frühstücken heute ausgiebig, denn es gibt eine große Portion Spiegeleier!! Auf der Strecke nach Plettenberg machen wir Halt am „Elephantpark“, diese Tour ist etwas enttäuschend, der Guide erzählt nicht viel, wir können die Elefanten füttern und Fotos machen, das war es. Im Park gibt es insgesamt 11 Elefanten. Anschießend fahren wir auf der Garden Route entlang nach Plettenberg, hier nehmen wir wieder einmal ein Bad im Indischen Ozean. Von dort geht es dann weiter zum „Monkeyland and Birds of Eden“. Bevor es zum Wald mit den Affen geht, können wir uns reichlich mit einer „Moskitocreme“ einreiben – das Zeug riecht besser als unseres. Wir gehen mit einem Guide ca. 1 Stunde durch die Anlage mit den unterschiedlichsten Affenarten , z.B. Madagaka. Die meisten kommen aus Südamerika, nur eine Art ist hier beheimatet. Interessant wird es als die Futtertische aufgefüllt werden, hier kommen alle Arten zusammen, der Größte verscheucht die Kleineren erst einmal. Als wir genug gesehen haben gehen wir über eine Hängebrücke zurück. Der Besuch des Vogelparks schließt sich direkt an und wir bekommen einen Eindruck auf die Vogelwelt. In diesem Park laufen wir ohne Guide die Wege ab. Hier leben u.a. viele Tauben, Enten, Ibis, African Spoonbill, roter Ibis, verschiedene Arten von Flamingos, Aras und Keas und Tauracos. Schon ist es wieder nach 16 Uhr und wir fahren zurück nach Plettenberg um einen Campingplatz auf zu suchen. Wir haben uns gerade eingerichtet beginnt es wieder einmal zu regnen. Mario stellt die Markise auf und so können wir, nachdem der Regen nachgelassen hat unser Abendessen vorbereiten und kochen. Jetzt ist es 19.30 Uhr, es regnet wieder, es ist einfach nur bääää. Nach dem ich mit Schreiben fertig bin verziehen wir uns in unser „kleines, trautes Heim“.  

Samstag, 14.02.

Heute Morgen scheint die Sonne und alles sieht viel besser aus. Nachdem wir gefrühstückt und alles verstaut haben, fahren wir weiter. Auf der „Garden Route“ fahren wir Richtung Port Elizabeth – so weit geht es aber heute nicht. Unser erster Halt ist an der „Bluekrans-Brücke“, sie ist die höchste Brücke mit 216m und einer Länge von 450 m und berühmt für Bungee-Sprünge in Südafrika. Sie befindet sich im Herzen des Tsitsikamma-Nationalparks. Wir schauen eine Weile bei den Sprüngen zu und weiter geht es zum Storms-River-Mouth. Die hier an der Küste anbrandenden Wellen sind gigantisch und so schauen wir eine ganze Zeit lang nur auf dieses Schauspiel. Als wir (bzw. Mario) uns sattgesehen haben nehmen wir den ca. 2 km langen Weg zur Hängebrücke in Angriff. Der Weg führt über Holzstege und Treppen rauf und runter. Auf etwa der halben Strecke raschelt es im Gebüsch, die Leute die vor uns gehen bleiben stehen und schauen den Hang hinauf. Es kommen putzige Tiere (Klippschliefer) zum Vorschein. Auf dem weiteren Weg sitzen sie sogar auf den Wegplanken. Wir erreichen die Hängebrücke und überqueren sie. Man kann deutlich sehen, wie das Meerwasser auf den Fluss trifft. Wir gehen zurück, kommen auf unserem weiteren Weg mit einem jungen Deutschen Paar ins Gespräch, was den Rückweg um einige Zeit verlängert. Wieder beim Ausgangspunkt angelangt setzen wir uns in das „Restaurant“ - eine überdachte Anlage mit Tischen und Bewirtung. Wir stehen aber angesichts der vielen Mücken schnell wieder auf. Wir haben einen Campingplatz am Cape St. Francis ausgewählt, leider existiert dieser nicht mehr. Die Fahrt lohnt sich trotzdem, denn wir fahren bis zum Leuchtturm, um dann wieder zurückzufahren und den nächsten Campingplatz in der Jeffreys Bay anzusteuern. Wieder fahren wir, um unser Ziel zu erreichen, auf einer „Gravelroute“ - was Mario aber sichtliches Vergnügen bereitet. Unser Stellplatz befindet sich direkt am Meer. Abends beschließen wir, einen weiteren Tag hier zu verbingen.

 

Sonntag, 15.02.

Nach mehreren Tassen Kaffee und dem Frühstück gehen wir, diesmal zu Fuß in den Ort um einen kleineren Einkauf zu tätigen. Wir benötigen dringend ein neues Messer, (Mario hat das Taschenmesser bei der Inbetriebnahme der neu erworbenen Steckerleiste geschrottet und da er den Rest des Urlaubs mein Fleisch nicht schneiden möchte, kauft er lieber ein neues Messer). Als wir zurück sind, beginnt Mario mit dem Schreiben des Blogs, was eine gewisse Zeit in Anspruch nimmt. Ein Bad im Indischen Ozean schließt sich an, im weiteren Verlauf des Nachmittags unternehmen wir noch einen gemütlichen Strandspaziergang. Danach erfolgt die, etwas zeitaufwendige Buchung des Campingplatzes und Eintritts im Addo Elephant-Park. Die Tagesaktivitäten sind somit für heute abgeschlossen.  

Montag, 16.02.

Wir verlassen den Campingplatz am Meer und fahren nach Port Elizabeth. Es geht ins Zentrum, das wir besichtigen möchten. Viel gibt es nicht zu sehen, das schönste Gebäude ist das Rathaus und daneben eine alte Bibliothek. Nicht weit entfernt davon noch ein schön bemaltes Gebäude, das war es. Jetzt haben wir noch ca. 1 Stunde Weg vor uns bis wir den Addo Elephant Nationalpark erreichen. Bei der Einfahrt wird unser Kennzeichen abgelichtet und Marios Führerschein kontrolliert, danach dürfen wir weiter zur Rezeption fahren und bekommen einige Informationen zum Park mit Plan und unser Beleg, dass wir uns hier heute und morgen aufhalten dürfen. Nach einem kurzen Rundgang durch den Shop und einem Blick ins Restaurant steuern wir den Campingplatz an um ein für uns geeignetes Plätzchen auszusuchen. Wir entdecken einen Aussichtspunkt und ein „Parkmuseum“. Es ist ca. 15 Uhr, als wir zu unserer ersten Tour durch den Park aufbrechen. Wir sehen viele Elefanten, Warzenschweine mit Jungtieren, Kudu, grauer Fuchs, Zebras und eine rote Kuhantilope und nach ca. 2 Stunden kommen wir wieder zu unserem Stellplatz. Ein große Steak kommt auf den Grill und wir genießen bei ca. 25° unser Abendessen. In der Zwischenzeit hat sich ein Affe bei unseren Plätzen eingefunden. Eine Frau, die mit ihrem Kind auf dem Weg geht, ruft unseren Nachbarn zu, dass in ihrem Auto ein Affe sitzt – sie hatten die Türe offen gelassen. Nach dem er bemerkt wurde, ergreift er die Flucht.

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